Clichés

Heute Morgen habe ich eine Rezension erhalten, die mich sehr berührt hat. Die liebe Krisi von „Wurm sucht Buch“ ist dafür verantwortlich. Den vollen Text findet ihr hier.

Was mich an ihrer Einschätzung besonders beeindruckt hat, ist der Hinweis auf die Clichés. Denn genau mit diesen habe ich mich beschäftigt – und es sind auch eben diese Clichés, die mich an anderen Romanen oft so stören.

Es gibt zum Beispiel ein Cliché, das ich immer wieder in Büchern des Genre Paranormal Romance finde und das mich inzwischen immens stört. Zugegeben, das hält mich trotzdem nicht vom Lesen dieser Bücher ab, aber es fällt mir jedes Mal negativ auf.

Und zwar sind das die Traummänner mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt – ihr kennt sie wahrscheinlich alle. Die Typen, die alles dafür tun, ihre Frau/Freundin/Angetraute zu beschützen und dabei oftmals Grenzen überschreiten, die allerdings immer wieder als romantisch dargestellt werden. Was vollkommen okay ist, immerhin handelt es sich um Bücher. Aber mir stellt sich oftmals die Frage, ob das die einzige Art ist, auf die man romantische Gesten verpacken kann?

Muss es denn immer der Alpha-Mann sein, der Dinge verbietet, Tobsuchtsanfälle bekommt und die Frau bevormundet? Gibt es nicht noch eine andere Art von Romantik?

Und gibt es nicht auch Frauen, die genau dies nicht mit sich machen lassen?

Genau diese Gedanken haben mich beschäftigt, bevor ich meinen eigenen Roman geschrieben habe …

Und nochmal: Ich bin selbst Leserin dieser Alpha-Mann-Beschützer Romane und werde es auch immer bleiben 🙂

 

 

Tabus und Botschaften

Ich habe den gestrigen Abend damit verbracht, mich mit Menschen zu unterhalten, die sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen erfahren haben, als Teil der Recherche für mein nächstes Buch. Und ich fühle mich geehrt, dass so viele von euch ihre Geschichte mit mir geteilt haben. Ich habe wichtige Einsichten erlangt und hoffe, diese nutzen zu können, um ein noch besseres zweites Buch mit einer noch besseren und glaubwürdigeren Protagonistin zu schreiben.

Einige der Leute, deren Geschichte ich erfahren habe, schienen sehr froh zu sein, dass ich über dieses schwierige und leider oftmals totgeschwiegene Thema schreibe. Diese Erkenntnis hat mich sehr erstaunt und zutiefst betroffen, denn es sollte eigentlich kein Tabuthema mehr sein. Und wenn ich auf noch so kleine Weise dazu beitragen kann, dass dieses Thema ein wenig mehr Sichtbarkeit erlangt, dann werde ich dies tun!

Als ich damit begann, mein erstes Buch zu schreiben, waren zwei Dinge klar für mich:
Es musste eine Botschaft haben und eine starke Protagonistin. Und ich meine nicht körperlich stark. Ich habe schon viele Bücher gelesen in denen die Heldin zwar kämpfen kann, ich sie jedoch trotzdem nicht als starken, feministischen Charakter einstufen würde.

Meine Heldin kann kaum kämpfen, zumindest nicht körperlich. Und dennoch ist sie eine der stärksten Charaktere, die ich kenne. Denn sie hat überlebt, was kein Mensch erleben sollte. Und sie hat sich nicht zerstören lassen. Ihr Wert wird nicht dadurch definiert, was ihr widerfahren ist.

Ja, ich beschäftige mich viel mit solchen Themen. Mit der „Opferrolle“, mit „Nein heißt Nein“ und dem sogenannten „victim blaming“. Und es ist mir wichtig, eine Botschaft in meinen Büchern rüberzubringen.

Und das ist eine meiner Botschaften, meine Bitte an euch alle: Ihr seid soviel mehr, als die Summe eurer Erfahrungen. Was euch angetan wurde definiert nicht euren Wert. Das tut ihr selbst.

Falls es noch weitere Menschen gibt, die ihre Erfahrungen mit mir teilen möchten, scheut euch nicht, mich anzuschreiben!

 

Book Hangover – oder: Die Zeit nach der Veröffentlichung

Seit ich mein Debüt veröffentlich habe, leide ich an etwas, das ich wohl nur als „Book Hangover“ bezeichnen kann.

Die letzten Monate habe ich jeden Tag an meinem Buch gearbeitet, auch wenn es manchmal nur ein paar Minuten waren. Ständig habe ich mich in meinem Kopf mit der Geschichte beschäftigt, habe Sätze geändert und komplette Szenen umgeschrieben. Ich habe in meinem Kopf Konversationen mit meiner Protagonistin geführt und mich manchmal geschämt, was ich der armen Ebby alles angetan habe und mich gleichzeitig für sie gefreut, weil sie Jayden gefunden hat. Die beiden waren immer da, in meinen Gedanken. Und das sind sie jetzt auch noch. Aber ich kann nichts mehr ändern, nichts mehr verbessern oder umschreiben. Und ich fühle mich absolut nutzlos.

Ich ertappe mich dabei, dass ich einfach ins Leere starre und über meine Story nachdenke, oder sinnlos auf meine Webseite schaue. Zum Glück gibt es Netflix und Amazon Video, und die Winchesters sind immer für eine Ablenkung gut. Oder Jess, Nick, Schmidt und Winston 🙂 Jap, ich bin ein Serienjunkie, und ich schäme mich noch nichtmal dafür!

Es wird wohl Zeit, dass ich die Fortsetzung überarbeite. Und ja, sie liegt schon hier, wohlbehütet auf meinem Computer.

 

Mein Paranormal Romance Debüt

»Perfektion ist immer das, was wir dafür halten«, sagte Jayden leise.
»Du kennst mich nicht«, erwiderte ich kaum hörbar.
»Dann lass uns das ändern.«

Ebby Scarborough ist anders.
Sie ist vierundzwanzig und weiß seit Kurzem, dass sie eine Hexe ist. Hätte sie dies früher erfahren, wäre ihr eine Menge Leid erspart geblieben. Vor langer Zeit hat sie sich geschworen, nie wieder wehrlos zu sein. In Manhattan scheint sie endlich ihren Platz in der magischen Welt gefunden zu haben. Doch dann trifft sie Jayden und fühlt sich machtloser denn je.

 

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Machtlos

Ebby Scarborough ist anders.
Sie ist vierundzwanzig und weiß seit Kurzem, dass sie eine Hexe ist. Hätte sie dies früher erfahren, wäre ihr eine Menge Leid erspart geblieben. Vor langer Zeit hat sie sich geschworen, nie wieder wehrlos zu sein. In Manhattan scheint sie endlich ihren Platz in der magischen Welt gefunden zu haben. Doch dann trifft sie Jayden und fühlt sich machtloser denn je.

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